September 2018
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Ray George

Am 10. September 2017 war es wieder soweit: Nach gut 2-jähriger Pause lud der Schützen­verein Erlkönig Jena e. V. wieder zum Vogel­schießen ein. Drei Schützen­brüder haben sich bereit­erklärt, um die Königs­ehre zu kämpfen.

Besonders lobenswert ist, dass eine Delegation der Hauptschützengesellschaft Erlangen unserer Einladung gefolgt ist. Ab 12 Uhr konnten sich alle Schützenschwestern und Schützenbrüder mit Bratwurst und Rostbrätel stärken. In seiner kurzen Eröffnungsrede begrüßte der Präsident des Vereins die anwesenden Ehrengäste, wozu nicht nur die Erlanger Delegation, sondern auch Elisabeth Wackernagel vom Jenaer Stadtsportbund zählte. Ein Böllerschuss startete den offiziellen Teil des diesjährigen Vogelschießens. Gemäß der alten Tradition wurde mit dem KK-Gewehr stehend freihändig auf einen 50 m entfernt aufgestellten, kunstvoll gestalteten Holzvogel geschossen. Der scheidende Vogelkönig steht normalerweise in der Pflicht, den Vogel zu organisieren. Er hat das Rennen mit dem Schuss auf die Krone zu eröffnen. Mangels Vogelkönig wurde dem Vereinspräsidenten die Ehre zuteil, die Krone vom Haupt zu schießen. Dies gelang mit dem ersten Schuss. Anschließend folgten alle in der Liste stehenden Schützenschwestern und Schützenbrüder. So wurde zunächst das Zepter, danach der Reichsapfel, sowie rechter und linker Flügel beschossen. Zum Schluss versuchten die drei Vogelkönigs-Anwärter den Rumpf von der Halterung zu schießen. Insgesamt wurden in 4 Stunden 437 Schüsse auf den Holzvogel abgegeben. Während die Krone bereits beim ersten Schuss vom Kopf fiehl, traf Dr. Andreas Koschella um 13.21 Uhr nach 34 Schüssen den Reichsapfel. Siegmund Lamontain erwischte um 13.38 Uhr nach 29 Schüssen das Zepter. Der Schuss von Günter Queisser ging um 13.27 Uhr daneben - er traf zu früh den rechten Flügel. Um 14.09 Uhr trennte Jürgen Engelhardt nach dem 59. Schuss den linken Flügel vom Körper. Nach weiteren 90 Minuten und 179 Schüssen fiehl endlich der Steiß (Peter Buschbeck). Wenig später (15.46 Uhr, 20. Schuss) traf Rosi Fella von der HSG Erlangen den Kopf. Damit blieb nur noch der Rumpf übrig, der von drei Anwärtern auf die Königsehre beschossen worden ist.

Am Ende war es Ray George, der um 17.02 Uhr mit dem 114. Schuss den Rumpf so traf, dass er zu Boden fiel. Damit ist er der amtierende Vogelkönig des Vereins, der diesen Titel nun für ein Jahr führen darf. Der Vogelkönig repräsentiert den Verein bei offiziellen Anlässen und darf mit beratender Stimme den Vorstandssitzungen beiwohnen.